Eine kleine Engelgeschichte

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Eine kleine Engelgeschichte

Beitrag von dessertrose am Mi Mai 12, 2010 4:57 pm

hey Leute,
ich hab eine Geschichte gefunden. Die find ich soooooo super, ich musste sooo heulen
(Quelle: gofeminin.de glaube ich)

Viieeel Spaß beim lesen (holt euch schonmal Taschentücher)



Hier ist eine Geschichte vom kleinen Engel
Abigail, die Euch hilft, besser zu................
verstehen. Sie löst vielleicht sogar Eure
Erinnerung wieder aus.

Abigail antwortete eines Tages auf ein
Inserat im Engel-Anzeiger.
ENGEL GESUCHT stand da, und zwar solche,
die willens wären, sich für die
Teilnahme an einem großartigen Spiel auf der
Erde zu inkarnieren. Und so war
der Wortlaut der Anzeige:



ENGEL GESUCHT!
Voraussetzung: Erfahrung im Bereich
Inkarnation
Erwünscht: Bereitschaft zum Reisen
Geboten wird die Teilnahme am größten
derzeit
bekannten Projekt der Jetzt-Zeit.

Das Projekt trägt die Bezeichnung PLANET
ERDE.
Bewerbung nur für Fortgeschrittene möglich!
(Anfänger zwecklos)


Nun, Abigail war schon einmal auf der Erde
gewesen, genau zwei irdische Tage
lang. Und so hoffte sie, das sei
Qualifikation genug für den Job.

Vor dem eigentlichen Bewerbungsgespräch saß
sie im Wartezimmer zusammen mit
anderen Engelbewerbern, die alle viel älter
waren als sie selbst, und lauschte
deren Erzählungen über ihre
unterschiedlichen
Inkarnations-Erlebnisse auf dem
Planeten Erde. Was sie zu hören bekam, ließ
ihren Wunsch nur noch umso größer
werden, sie wollte unbedingt auch dorthin..

Schließlich war Abigail an der Reihe und
wurde hineingebeten in das Büro des
*Personalchefs für Freiwillige Engel*. Der
warf nur einen Blick auf diesen
winzigen Engel vor ihm und kratzte sich an
der geistigen Essenz seines Kinns.
Abigail, Abigail, Abigail ... wie um
Himmelswillen bist du nur auf die Idee
gekommen, dass diese Position etwas sein
könnte für so ein winziges Etwas an
Unerfahrenheit wie dich?! Abigail es
handelt sich hierbei um einen sehr
schwierigen und knochenharten Auftrag! Der
*Personalchef für Freiwillige
Engel* lächelte auf sie herab, während er
sprach.

Zuerst einmal musst du eine Liste
anfertigen
mit all den Erfahrungen, die du
auf der Erde gewillt bist zu machen, und das
muss sorgfältig geplant sein.
Vergiss nicht, je härter die Erfahrung ist,
desto schneller verläuft dein
persönliches Wachstum, fuhr er dann fort.

Danach musst du diesen Plan deinem
*Engel-Laufbahnberater* zur
Überprüfung einreichen. Und falls dein
Berater zustimmen sollte, dann musst du
losgehen und dir für jeden einzelnen Teil
deines Plans die erforderlichen
Teilnehmer zusammensuchen, die Spieler, die
Retter in der Not, die Gegner.
Viele diese Spieler befinden sich bereits
auf
dem Planeten Erde, daher muss
zunächst Kontakt aufgenommen werden mit
ihrer
geistigen Essenz hier, damit sie
sich mit dem Vertrag einverstanden erklären
können, umriss der Personalchef
die Problematik des Falls.

Abigail, beim letzten Mal bist du nur als
Ersatzspieler für jemand anderen
eingesprungen, und das auch nur für ganze
zwei Tage, und du hast es
verabscheut! Wieso also jetzt? Weißt du
nicht
mehr, als du zurückkamst, wie
schrecklich du das alles gefunden hast?
Weißt
du noch, wie du geschworen hast,
du würdest so etwas niemals wieder tun?
fragte der Personalchef.

Ich weiß, Sir, aber es fühlt sich so an,
als
müsste ich es einfach tun, damit
ich mehr Erfahrungen sammeln kann und
schneller weiterkomme auf meiner
Evolutions-Spirale. Ich meine, sehen Sie
mich
doch an, Sir ich bin immer noch
winzig, und dabei bin ich doch schon so
lange
hier! Ja natürlich weiß ich, dass
es auch andere Möglichkeiten zum Wachstum
gibt aber die sind alle so
furchtbar langsam! Bitte nehmen Sie mich,
Sir! Ich werde mich selbst bestimmt
nicht enttäuschen, wenn Sie es tun!
beteuerte Abigail ernsthaft.

Abigail, du weißt, wie schwer es mir schon
immer gefallen ist, dir etwas
abzuschlagen. Also gut, geh und stelle deine
Liste zusammen und mache einen
Termin mit deinem Laufbahnberater! Ich rufe
ihn an und sage ihm, dass ich
einverstanden bin, gab der Personalchef
schließlich nach.
Vielen Dank, Sir! Ich verspreche Ihnen, sie
werden stolz auf mich sein können.
Vielen Dank, dass Sie mir die Chance geben,
Sir! Ach, und würden Sie bitte dem
Schöpfer ausrichten, dass ich mich auch bei
Ihm bedanke, Sir? Und damit
schickte Abigail sich an, den himmlischen
Verwaltungstrakt wieder zu verlassen.


Ich werde es dem Schöpfer ausrichten,
Abigail, aber ich bin nicht ganz sicher,
ob es wirklich das ist, was der Schöpfer für
dich im Sinn hatte, als er dich
ins Sein hauchte. Die Blaupause, die er dir
mitgab, sieht eigentlich keine
solchen Aktivitäten für dich vor! Die
Stimme
des Personalchefs klang ein wenig
betrübt, als er das sagte.

Ich weiß, Sir, sagte Abigail bittend,
aber
dies ist es, was ich wirklich
ausprobieren will! Und damit verschwand sie
endgültig.

Abigail arbeitete und schuftete, bis sie
endlich ihre Liste mit den Erfahrungen
zusammengestellt hatte, die sie für ihr
eigenes Wachstum zu durchleben gewillt
war. Sie war ganz tief in sich
hineingegangen
und hatte dort dieses unbändige
Verlangen, diese unstillbare Absicht zu
wachsen gefunden. Sie konnte sich nicht
vorstellen, dass irgend etwas sie davon
abhalten könnte, die nächsten Schritte
auf ihrer Entwicklungsspirale zu tun alles
würde sie auf sich nehmen, wenn
sie nur endlich wuchs! Neben jedem Ereignis
auf der Liste hatte sie sorgfältig
vermerkt, welche Mitspieler sie jeweils für
die erforderlichen Rollen brauchen
würde und mit wem sie einen Vertrag darüber
abschließen musste.

Dann meldete Abigail sich im Büro ihres
*Engel-Laufbahnberaters*. Sie
präsentierte ihrem Berater sowohl die Liste
mit den geplanten Erlebnissen als
auch die Auflistung aller erforderlichen
Mitspieler.

Der *Engelberater* vertiefte sich in die
Liste und las sie aufmerksam durch.
Dann hob er den Kopf und musterte den
winzigen Engel nachdenklich. Abigail,
deine Liste hat es aber ordentlich in sich!
Und du bist absolut sicher, dass du
wirklich durch all diese Schrecken, alle die
Tränen und die Trauer und die
Verzweiflung hindurch willst, nur damit du
schneller wächst? Du weißt, es gibt
auch andere Möglichkeiten zu wachsen wir
sprechen ja nicht zum ersten Mal
darüber!

Abigail antwortete: Ja, das ist wahr, wir
haben schon öfter darüber
gesprochen. Aber dies hier sind alles
hilfreiche Erfahrungen, die ich dringend
brauche, damit ich meine jetzigen Engelziele
erreichen kann.

Ich verstehe, sagte der *Berater-Engel*,
schließlich war auch ich einmal ein
kleiner Engel. Du erinnerst dich aber noch
an
deine letzte Erfahrung, nicht
wahr? setzte er seine Befragung fort.

Ja, gab Abigail zu, aber dies hier ist
wirklich wichtig für mich. Bitte
helfen Sie mir dabei, damit ich das tun
kann!

Abigail, ich werde dir helfen, so gut ich
irgend kann. Nur für uns hier wird
es sehr schwer sein mit anzusehen, wie du
durch diese Liste der Schrecken
gehst, die du dir da ausgearbeitet hast!
stellte der *Engelberater* fest. Und
er mahnte noch einmal zur Vorsicht: Wenn du
erst auf der Erde bist, dann bist
du an den Vertrag gebunden und musst
wirklich
da hindurch, denn ein Zurück gibt
es dann nicht mehr. Hast du das auch
wirklich
gut verstanden?

Ja, das ist mir klar, antwortete Abigail
und fühlte, wie die Anspannung
allmählich in ihr wuchs. Aber ich kann es
schaffen!

Und du weißt auch, dass es noch eine
alternative Möglichkeit gibt, nicht wahr,
Abigail? Du könntest zum Beispiel für jemand
anderen ein Schutzengel sein. Auch
das würde dir die Gelegenheit zum Wachstum
und zu irdischen Erfahrungen geben!
wandte der Engelberater noch einmal ein.

Weiß ich, sagte Abigail.

\\"Aber es dauert dann viel länger mit
dem
Wachsen als bei diesem Weg hier!
Wachstum ist für mich jetzt am
allerwichtigsten!\\"

Okay. Dann geh und sammele deine Mitspieler
ein und sag ihnen, sie sollen
einen Termin bei mir machen! Der
*Berater-Engel* musste sich seine Zustimmung
förmlich abringen.

Vielen, vielen Dank! Ich wusste, dass ich
mich auf Ihre Hilfe und
Unterstützung verlassen kann! freute sich
Abigail.

Da wäre noch eine Sache, Abigail, hielt
der
*Berater-Engel* den kleinen Engel
noch zurück. Ich selbst werde mich
freiwillig als einer deiner Schutzengel
melden. Zumindest kann ich dir dann die
Liebe
schicken, die du so sehr
verdienst, selbst wenn du dich weder an
dieses Gefühl noch an mich erinnern
kannst, solange du dort bist! Abigail dir
ist doch klar, wie schwer es uns
fallen wird, mir und all denen, die du
ausgewählt hast, das alles mit anzusehen
?

Abigail schaute ihrem Engelberater in die
Augen. Ja. Dass Du bei mir sein
wirst dort, das bedeutet mir sehr viel. Ich
weiß, es wird mir helfen. Danke!

Abigail, die Materie ist so dicht auf der
Erde und deine Erinnerung wird
vollkommen vor dir verborgen sein, wie
hinter
einem dichten Schleier, aber ich
versichere dir, ich werde tun, was immer in
meiner Macht steht, damit du dich
erinnerst! versprach der *Berater-Engel*
noch.

Abigail lächelte, aber sie wirkte noch ein
bisschen angespannter, als sie ihr
Dankeschön wisperte.

Alle geplanten Mitspieler fanden sich nach
und nach im Büro des
*Berater-Engels* ein und erklärten sich
traurig mit den ihnen zugedachten
Rollen einverstanden. Sie alle hofften immer
noch, Abigail würde ihre Meinung
noch ändern und mindestens die Hälfte von
ihrer Erfahrungsliste streichen.
Niemand wollte wirklich die für ihn
vorgesehene Rolle spielen, sie alle redeten
fieberhaft auf Abigail ein und versuchten,
sie davon abzubringen. Keiner von
ihnen war sich sicher, ob Abigail überhaupt
ahnte, zu was sie sich da
verpflichtete. Aber weil sie den kleinen
Engel alle so sehr liebten, stimmten
sie schließlich schweren Herzens zu. Die
Rollen, die die meisten von ihnen zu
spielen hatten, waren abscheulich und
gemein,
und niemand wollte das
eigentlich. Aber sie verstanden Abigails
Sehnsucht nach Wachstum, und daher
akzeptierten sie es schließlich in
bedingungsloser Liebe.

Abigail nahm mit ihrer künftigen irdischen
Mutter über deren spirituelles
Selbst Kontakt auf. Ein Geburtsvertrag wurde
geschlossen und das irdische Datum
dafür festgesetzt. Die spirituellen Essenzen
aller bereits auf der Erde
befindlichen Mitspieler wurden ebenso
kontaktiert und unter Vertrag genommen.

Der Zeitpunkt für Abigails Abstieg in die
Materie war gekommen. Ein letztes Mal
verhandelten alle mit Abigail und flehten,
sie möge ihnen doch den Vertrag
erlassen aber es nützte nicht das
Geringste. Wer nicht bereits auf der Erde
war, stellte sich in einer Reihe auf, um
sich
alle seine Erinnerungen tief
verschleiern und anschließend den
kleinstmöglichen Anteil seiner Essenz vom
Großen Selbst abtrennen zu lassen. Und sie
alle erlebten, wie dieses winzige
Teilchen ihrer wahren Essenz hinaus in die
Dunkelheit geschleudert wurde es
fiel und fiel und fiel und wurde dabei immer
schwerer und schwerer, bis es
schließlich in sein materielles Gefäß, in
seinen biologischen Körper
eintauchte.

Abigails Schutzengel und die Schutzengel
aller Mitspieler hatten bereits auf
ihre Ankunft gewartet. Und so konnten ihre
Erfahrungen auf der Erde beginnen.

Abigails spirituelle Familie und ihre
Schutzengel schwebten um eine von Hunger
geplagte aidskranke Mutter herum, die gerade
im Begriff war, ihr siebtes Kind
zur Welt zu bringen. Alle sechs Kinder waren
ihr gestorben, denn die Mutter
konnte nicht einmal sich selbst ernähren,
geschweige denn ihre Kinder. Diese
Mutter lebte in einer der gewalttätigsten
Gegenden der Erde.

So kam also Abigail als Kind einer an AIDS
erkrankten Mutter zur Welt, und
diese gab ihr nach der Geburt den Namen
Mary.
Mary war selbst mit dem Virus
infiziert. Die Mutter nahm dieses
winzigkleine, halbverhungerte Baby in die
Arme, drückte es an sich und konnte einfach
nur weinen. Die Mutter sah ihr noch
feuchtes Neugeborenes voller Liebe an und
sagte: Weißt du, ich kann dich nicht
füttern, und ich bin selbst so krank. Ich
weiß nicht, was aus Dir werden soll,
aber vielleicht überlebst du ja. Und eine
Träne rollte über ihre Wange und
benetzte Marys kleines, nasses Gesichtchen.

Mary schrie und schrie, hungrig, nass und
voller Angst. Ihre spirituelle
Familie und ihre Schutzengel versammelten
sich ganz dicht um sie und sandten
ihr Liebe. Alle Essenzen der Höheren Selbste
sahen zu und sandten ihr ebenfalls
ihre Liebe. Es schien so, als würde sich
Mary
ein wenig beruhigen, aber das
hielt nur für wenige Augenblicke vor. Dann
begann sie wieder zu weinen.

Soldaten hörten das Babygeschrei und traten
die Kiste beiseite, unter der Marys
Mutter während der Geburtswehen Schutz
gesucht hatte. Die Mutter töteten sie
mit einem einzigen Schuss. Das wenige
Minuten
alte Neugeborene packten sie an
einem Beinchen, äußerten etwas wie noch so
ein Mädchen das fehlt gerade
noch und schleuderten es gegen eine Mauer.
Marys winziger Kinderkörper wurde
schlaff. Die Soldaten kümmerten sich nicht
weiter darum, ob Mary tot war oder
nicht und gingen weiter. Ihr spirituelle
Familie und ihre Schutzengel aber
schwebten ganz nah an sie heran, Marys
Höheres Selbst sandte starke Strahlen
der Liebe. Sie versuchten sie mitzunehmen,
aber Mary klammerte sich an ihr
irdisches Leben und wollte nicht loslassen.
Da sandten sie ihr Liebe und
weinten um sie und sandten ihr noch mehr
Liebe.

Eine alte Frau bog um die Ecke und als sie
das Baby sah, nahm sie es auf. Sie
hüllte es in ihr Schultertuch und nahm es
mit. Füttern konnte sie Mary nicht,
aber sie konnte sie ein paar Augenblicke
lang
in den Armen halten und ihr Liebe
geben. Dieses arme kleine Mädchen tat ihr so
unendlich leid. Es war kein Leben
für Frauen in diesem Land, das von Hass
überschwemmt war.

Die alte Frau brachte Mary zu einer Gruppe
anderer Frauen, die um ein
Lagerfeuer saßen, um sich ein wenig
aufzuwärmen. Eine von ihnen hatte gerade
ihr eigenes Baby verloren, das sie selbst
gestillt hatte. Sie nahm das schlaffe
kleine Mary-Bündel auf den Arm und versuchte
das Baby zu säubern, so gut sie es
ohne Wasser eben vermochte. Sie begann leise
zu singen und wiegte das Kleine
hin und her. Mary öffnete schließlich die
Augen. Die freundliche Frau schenkte
ihr ein Lächeln, dann gab sie ihr die Brust
und Mary schlief ein. Marys Höheres
Selbst ließ sie nicht aus den Augen und
schickte Liebesstrahlen hinunter,
während ihre spirituelle Familie und ihre
Schutzengel niemals von ihrer Seite
wichen.

Marys Leben verbesserte sich auch danach
nicht, sondern eine schreckliche
Erfahrung folgte auf die andere. Marys
Höheres Selbst strahlte unermüdlich
Liebe auf sie herab, und immer waren ihre
Schutzengel bei ihr, genau wie ihre
spirituelle Familie. Sie sandten ihr Liebe,
sie verließen sie niemals. Sie
besuchten sie in ihren Träumen und
versuchten
beständig, Marys Erinnerung
wachzurufen, damit sie wieder wusste, wer
sie
waren und dass sie jedes einzelne
ihrer schrecklichen Erlebnisse selbst
geplant
hatte.

Mary aber fühlte sich einfach nur allein,
traumatisiert und in ständiger Angst
gefangen. Ihr Leben währte zwar im
Verhältnis
zu vielen anderen der
Dorfbewohner nur kurz, 15 Jahre, aber das
tat
nichts zur Sache. Tag für Tag
erwachte Mary und wünschte, sie wäre tot.
AIDS hatte ihren Körper fast völlig
zerstört. Sie hatte Hunger, sie war krank,
sie fühlte sich von niemandem
geliebt. Marys Höheres Selbst sah das alles
und strahlte Liebe herab, ihre
Schutzengel und ihre spirituelle Familie
waren immer da und schickten ihr
Liebe. Sie ließen nicht nach in ihren
Bemühungen, den Kontakt mit ihr
herzustellen, und sie bedienten sich dabei
der äußersten Mittel, die das
Universelle Gesetz des Freien Willens gerade
noch zuließ. Aber kein Funke der
Erinnerung dämmerte.

Der Augenblick kam, als sie ihren letzten
irdischen Atemzug tat. Marys Höheres
Selbst sah zu, strahlte Liebe und freute
sich
auf die Wiedervereinigung, Ihre
Schutzengel und ihre spirituelle Familie
waren die ganze Zeit über niemals von
ihrer Seite gewichen. Erst als sie ihren
letzten Atemzug tat, da glomm ein
Funke des Wiedererkennens in Mary auf, als
nämlich ihr Schutzengel (ihr
ehemaliger Berater-Engel) mit ihr sprach und
ihr erklärte, was da vor sich ging
und dass es Zeit sei, nach Hause
zurückzukehren.

Sie lächelte und wandte ihm ihr Gesicht zu,
dann begann sie mit ihm zu reden.
Die paar Menschen, die sich um ihren
sterbenden Körper versammelt hatten,
konnten sich nicht erklären, warum sie
lächelte und mit wem sie da zu sprechen
versuchte.

Die Engel und ihre spirituelle Familie
scharten sich um ihre winzige Essenz,
als diese das Gefäß der Materie verließ und
die Rückreise antrat, um sich
wieder mit der Hauptessenz ihres Höheren
Selbsts zu vereinen. Ihr
*Berater-Engel* (der ehemalige Schutzengel)
erklärte ihr: Abigail, du wirst
eine Zeit der Stille und der Reflexion
brauchen, um das zu verarbeiten und in
dich aufzunehmen, was du während dieser
Inkarnation erlebt hast. Es ist also
vollkommen in Ordnung, wenn du jetzt nicht
sprechen möchtest. Wir sind so
überaus stolz auf dich! Du hast tatsächlich
getan, was du geplant hattest und
du hast dein Bestes gegeben. Du hast dir
wahrlich das Wachstum verdient, nach
dem du so verlangt hast auf dieser Reise!

Abigail lächelte, sah ihren *Berater-Engel*
an und sagte: Weißt du, während
ich mitten drin war, schien es mir überhaupt
nicht so traurig zu sein wie
während der Rückschau, als ich es mit meinen
spirituellen Augen noch einmal an
mir vorbei ziehen ließ! Du hattest so Recht
damals bevor ich ging, hatte ich
gar nicht richtig begriffen, wie viel Trauma
ich tatsächlich für mich
eingeplant hatte. Ich bin froh, dass es
vorbei ist. Auf der Erde habe ich
manchmal im Traum gemerkt, dass ihr versucht
habt, Kontakt mit mir aufzunehmen.
Ich habe jedes Mal versucht, einen Schritt
in
Eure Richtung zu tun und dann
war der Moment auch schon wieder vorbei.

Sie sah hinüber zu all den anderen, die
ihren
Rollenvertrag zu ihrem Drama mit
ihr abgeschlossen hatten und sagte: Ich
möchte Euch danken dafür, dass ihr das
für mich getan habt! Und ich möchte, dass
Ihr
mir verzeiht. Ich weiß jetzt,
dass ich euch gebeten habe, die Rollen eines
Mörders und Vergewaltigers und
aller möglichen gemeinen Wesen zu
übernehmen.
Ihr habt das getan, weil ihr mich
liebt. Ich konnte dadurch mein Wachstum
bewerkstelligen, und dafür bin ich euch
allen zutiefst dankbar! Niemand nennt mich
jetzt mehr *die winzige Abigail*,
denn ich bin in dieser Zeit unglaublich
gewachsen!
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Re: Eine kleine Engelgeschichte

Beitrag von sternchenfee am Mi Mai 12, 2010 6:45 pm

die hatte ich im Forum eigestellt weil ich diese kleine Geschichte auch soooo rührend und schön finde

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